Die Gesichter des Hofes

Das Gefolge

Ein großes Wort für eine kleine Schar. Wer an Markttagen mit anpackt, den Wagen schiebt oder den Raben bei Laune hält, bekommt hier ein Gesicht, sofern er lange genug stillhält, bis es aufgeschrieben ist.

Magnus Lübbe (vom Rabenhof)

Schatzbeschaffer und an den Mann/die Männin-bringer

„Man könnte sagen, ich bin, rein massetechnisch betrachtet, der Leib dieser Krämerei. Und man mag es kaum glauben, aber meine Seele beansprucht sogar noch mehr Platz.¹ Mein Geschäft ist das Beschaffen, Vermitteln und Verhandeln von absolut allem, was Euer Herz begehrt.² Gelegentlich greife ich auch zum Schwert, um zur allgemeinen Erheiterung an der historischen Nachstellung ausgesprochen blutiger und entsetzlicher Gemetzel teilzunehmen.³ Außerdem bin ich stets für einen kleinen Plausch zu begeistern. Man muss mich eigentlich nur ansprechen. Den Plausch wieder zu beenden, ist dann Euer Problem.“ Fußnoten: ¹ Zumindest rede ich mir das immer dann ein, wenn ich versuche, mich hinter dem Tresen an einem Fass Pökelfleisch vorbeizuquetschen. ² Oder zumindest alles, wovon ich Euer Herz innerhalb von fünf Minuten überzeugen kann, dass es ohne diesen Gegenstand unweigerlich aufhören wird zu schlagen. Bei dem Preis spart Ihr Euch quasi den eigenen Ruin! ³ Wobei das eigentliche Gemetzel meistens daraus besteht, dass erwachsene Leute in drückend heißer Rüstung versuchen, nicht an Sauerstoffmangel zu sterben, bevor endlich jemand das Fass mit dem Bier ansticht.

Neubrandenburg, aber eigentlich immer Unterwegs mit meiner Krämerey

(E)Ric Lenk

Binär-Zauberer und technisch verantwortlich

„Man kennt mich als Lupus Malus Deviant. Wenn dieses Projekt ein glorreiches Königreich ist, dann bin ich derjenige, der unten in den fensterlosen Kellergewölben an den Hebeln zieht.¹ Ich bin der technische Architekt, der Maschinist und gelegentliche Beschwörer digitaler Automatismen. Meine Hauptaufgabe besteht darin, täglich hinab in die tiefsten, verworrensten Code-Höllen zu steigen, um dort die unweigerlich heraufziehende Tech-Apokalypse mit nichts weiter als purer Logik und ein paar scharfen Algorithmen in Schach zu halten.² Während andere das schöne Äußere bewundern, forme ich aus widerborstigen Strukturen und eiserner Sturheit ein System, das tatsächlich funktioniert.³ Kurz gesagt: Ich sorge dafür, dass alles reibungslos läuft und die Maschinen genau das tun, was sie sollen. Zumindest so lange, bis ich ihnen beigebracht habe, selbstständig zu arbeiten und mich dabei in Ruhe zu lassen.“ Fußnoten: ¹ Ein Königreich, das zu einem beunruhigend großen Teil aus unsichtbaren Netzen, obskuren Architektur-Entscheidungen und koffeingetriebener Zuversicht besteht. ² Das sieht für unschuldige Außenstehende meistens so aus, als würde ich stumm und mit einem leicht irren Flackern in den Augen auf einen dunklen Bildschirm starren. Es ist genau so unheimlich, wie es klingt, rettet aber an den meisten Tagen die Welt. Oder zumindest die Server-Architektur. ³ Hin und wieder auch unter Einsatz von Werkzeugen, die ein beunruhigendes Eigenleben entwickeln. Man muss sehr streng mit ihnen sein, sonst formieren sie sich neu und übernehmen den Laden. Oder noch schlimmer: sie zerschießen das Layout der Startseite.

Stralsund, Kramerhof -meist eher im Klacker-Netzwerk